DIE WM IM KABELJAUANGELN WIRD 20. JAHE ALT.

„Es ist nie einfach, neue Ideen zu verwirklichen“. Gullik Maas Pedersen weißt, wovon er spricht. Vor neunzehn Jahren gehörte er einer Gruppe der Pioniere an, die mehr Wind in die Touristenbranche auf den Lofoten bringen wollte. „Etwas musste geschehen, um die tausend und sechshundert Betten in Hotels auch außerhalb der Saison zu füllen. Der Sommer ist kurz, sie standen sonst zehn Monate lang leer.“
Nun, dass manche junge Idee auch jung stirbt, ist bekannt. Dass beim Pioniergeist dickes Fell und Einfallsreichtum ein Segen sein können, sollte sich ebenfalls bestätigen. Wenngleich die Resonanz überraschend positiv war und insgesamt 180.000,- Kronen durch Spenden eingesammelt werden konnten. Sowohl Firmen als auch Privatpersonen unterstützten die Initiative, die Lofoten auf neue Art der Welt präsentieren sollte.

NUR DREI HACKEN

Lediglich Fiskeridirektoratet in Bergen, die oberste Verwaltungsstelle für Meeressicherheit, zeigte sich unbeeindruckt. Ihre Vorschriften sind streng, es ist schwer, sie umzugehen.
„ Wir haben es trotzdem gemacht“ schmunzelt Gullik „Kurz vor der VM verlangten sie eine zusätzliche Sicherheitsausrüstung in den Booten. Es war nicht nur sehr kurzfristig, wir hatten auch kein Geld dafür. Also schlugen wir vor, die Boote nicht einzeln, sondern jeweils mehrere zusammen aufs Meer zu schicken; so würde man im Notfall sich gegenseitig helfen können. Sie willigten ein.“
Insgesamt ein hundert Teilnehmer haben sich angemeldet, siebzehn Boote standen zur ihrer Verfügung. Am den ersten zwei Tagen sollten sie um den Lofoten Cup, am dritten um die Weltmeisterschaft angeln. Nur lag am Vortag der VW Eröffnung immer noch keine offizielle Erlaubnis von Fiskeridirektoratet vor. „Wir saßen wie auf heißen Kohlen. Und dann, in den letzten fünfzehn Minuten bevor Direktoratet schloss, kam das Fax. Wir durften starten, allerdings mit nur drei Hacken pro Angler.“

WIR HABEN VERSTANDEN, WAS WIR VERSTANDEN HABEN

Direktoratet begründete die Reglementierung mit ungewöhnlich kleinem Dorschbestand; von den Lofotern sah sich schon so mancher als Opfer des behördlichen Stumpfsinns. Falls man der Anordnung folgen würde, hätte man mit einem einzigen Hacken, einem Drilling etwa, schon das Limit erreicht. Zum Glück ging aus der Anordnung nicht klar hervor, ob dem Drilling tatsächlich ein Wert von drei Hacken zugeteilt wurde oder ob dem Angler noch zwei Einzelhacken bzw. zwei weitere Drillinge zustanden. „Also haben wir verstanden, was wir verstanden haben. Wir erklärten den Drilling zum Einzelhacken.“

WETTBEWERB FAND NUR IM HAFEN STATT

Die Begeisterung war überall zu spüren. Alte Damen in Pelzmäntel nippten in Bierzelten am Bier aus Pappbechern und drückten die Daumen. Für alle. „Das Schönste war, der Wettbewerb fand nur im Hafen statt. Dort musste der Fisch gewogen und gemessen werden.
Auf der See waren alle für einen und einer für alle.“

Mittlerweile stürmen alljährlich am letzten Märzwochenende Besucher aus der ganzen Welt auf die Lofoten, um bei dem wohl exotischsten Anglerabenteuer dabei zu sein. Die Lofoter selbst teilen ihre Zeit in Vor- und Nach VM i Skreifiske. Ein eigenwilliger Mix aus Medienereignis, gesellschaftlichem Wiedersehen, sportlicher Fairness und tagelanger Partystimmung sorgt für ein unvergessliches Erlebnis mit hohem Suchtfaktor. Und – eine Steigerung dürfen wir noch erwarten. In 2010 feiert die Weltmeisterschaft im Kabeljauangeln ihren 20-jährigen Geburtstag. Viele von diesjährigen Besuchern haben bereits ihre Unterkünfte gebucht….


Anmeldung:
Ausführliche Informationen und nützliche Tipps erhalten Sie unter:

www.vmiskreifiske.no
post@vmiskreifiske.info

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